New Israel Fund Schweiz
הקרן החדשה לישראל שוויץ

Aktuelle Spendeaktion


Spenden mit dem Vermerk „Notfall Corona“ überweisen Sie an:

Neuer Israel Fonds Schweiz
Winkelriedplatz 4, 4053 Basel
PC 40-37333-1 oder
IBAN CH56 0900 0000 400373331


Notfall-Paket für Menschen am Rand der Gesellschaft

Der kürzliche israelische Nationalfeiertag, der Jom Haazmaut, fiel in von der Corona-Krise geprägte schwierige Zeiten. Die Ungewissheit zehrt an den Nerven, und wir sind durch die Einschränkung unseres Bewegungsradius mehr auf uns gestellt. Abzuwägen, wie stark die persönliche Freiheit gegenüber der Sicherheit des Kollektivs wiegen soll, ist eine der Fragen, die sich nicht nur PolitikerInnen stellen müssen, und zwar überall - von China bis zu den USA, von Israel bis zur Schweiz. In Israel arbeiten die Organisationen der Zivilgesellschaft, welche vom NIF unterstützt werden, weiterhin mit grossem Engagement.

Wir vom NIF Schweiz unterstützen drei spezifische Projekte in Verbindung mit der Corona-Krise in Israel. Die Mitglieder des Patronatskomitees und des Vorstands spendeten bereits mehrere Zehntausend Franken für dieses Notfall-Paket. Die Projekte setzen sich dafür ein, dass durch die verminderte Bewegungsfreiheit und die Verletzungen der Privatsphäre die grundlegenden Bürgerrechte nicht untergraben werden und dass auch Menschen am äussersten Rand der Gesellschaft von der Grundversorgung nicht abgeschnitten werden. In der momentanen instabilen politischen und wirtschaftlichen Situation ist diese Arbeit fundamental.


Umgang mit häuslicher Gewalt während der Corona-Krise

Drei führende Frauenorganisationen in Israel, the Israeli Women Network (IWN), Women Against Violence (WAV) und Altafula, haben ein Projekt ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit auf das erhöhte Risiko häuslicher Gewalt während der landesweiten Abriegelung aufmerksam zu machen und eine rasche, angemessene politische Reaktion der Regierung zu erreichen.

Diese drei Organisationen erkannten rasch, dass sich die neue Situation negativ auf die Lage von Frauen und Familien auswirken könnte, die unter Gewaltandrohung leben. Unter den Bedingungen von Isolation, Finanzkrise und Spannungen erwarteten sie einen Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt. Sie richteten einen dringenden Appell an den Wohlfahrts- und den Premierminister, ein Nothilfeforum zu schaffen, in dem Fachleute und relevante NGOs, die sich mit dem Thema befassen, vertreten sein sollten.

Ein Runder Tisch mit Regierungsvertretern und Organisationen der Zivilgesellschaft hat bereits getagt, um politische Empfehlungen zu formulieren; die Themen reichen von weiblichen Opfern häuslicher Gewalt über die dringenden Bedürfnisse von Alleinerziehenden bis zur Arbeitslosigkeit bei Frauen.

 

Schutz von Migranten und Asylsuchenden in Israel

Angesichts des Ausbruchs der Corona-Krise hat Physicians for Human Rights Israel (PHRI) die Arbeit im Notfallmodus aufgenommen. Diese konzentriert sich auf Aktivitäten zum Schutz der Gemeinschaft der Statuslosen (namentlich Asylsuchende und nicht versicherte Migranten) sowie auf die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Krise bringt nicht versicherte Migranten und Asylsuchende in reale Gefahr. Ihre Gemeinschaften, insbesondere rund 30‘000 Asylsuchende und Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan, die jahrelang Diskriminierung, Ausgrenzung und Vernachlässigung ausgesetzt waren, unterliegen nun einem extrem hohen Risiko, da ihnen die Kapazitäten und Ressourcen fehlen, um sich selbst in Quarantäne zu begeben oder soziale Distanzierung zu üben. Sie haben auch mit einem höheren Mass an Unsicherheit zu kämpfen, da es einen drastischen Mangel an zugänglichen Informationen gibt. Diese Gemeinschaft leidet bereits unter anderen schwerwiegenden Auswirkungen der Krise, wie etwa Entlassungen (viele von ihnen arbeiten im Hotel- und Gaststättengewerbe), wodurch viele ohne auch nur die elementarsten sozialen Absicherungen, ohne Einkommen und ausreichend Nahrung auskommen müssen.

Dank dem Team engagierter Freiwilliger passt sich die PHR Offene Klinik diesen aussergewöhnlichen Umständen an. Der Ausbruch des Coronavirus führte zu grossen Herausforderungen in der Arbeit der Offenen Klinik, die sich nun auf folgenden Aktivitäten zum Schutz der Gesundheit von nicht versicherten Migranten und Asylsuchenden konzentriert: Lobby-Arbeit gegenüber dem israelischen Gesundheitsministerium; aktuelle Information der Gemeinschaft; Anpassung der Arbeit der Offenen Klinik; Erweiterung der Krankenversicherung für Arbeitslose.


Nothilfe für alleinerziehende Charedi-Familien

Baasher Telchi ("Wohin Du gehst") hat in den letzten Jahren Tausende von charedischen und religiösen Frauen unterstützt, die sich im Scheidungs- oder Trennungsprozess befanden. Die Unterstützung umfasste den Aufbau von Selbsthilfegruppen, Rechtsberatung, Einzel- und Gruppentherapie sowie Workshops zum Thema Selbstbestimmung. Das Ziel ist es, die Frauen zu fördern, indem die Organisation ihnen hilft, die Herausforderung der Scheidung zu überwinden und auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder hinzuarbeiten. Die Organisation versucht, einen sozialen Wandel durch die Frauen selbst und ihre Gemeinschaften und durch die Veränderung der sozialen Einstellungen in der ultra-orthodoxen Gemeinschaft rund um das Thema Scheidung herbeizuführen.